Wann startet die Kommunale Wärmeplanung in Frankfurt (Oder)?
Stadt Frankfurt (Oder) beauftragt die Frankfurter Dienstleistungsholding GmbH mit der Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung
Die Stadt Frankfurt (Oder) startet ab Oktober mit der Erarbeitung ihrer Kommunalen Wärmeplanung. Hierzu wurde im August ein Werkvertrag zwischen der Stadt Frankfurt (Oder) und der Frankfurter Dienstleistungsholding GmbH (FDH) geschlossen. Die Stadt beauftragt das kommunale Tochterunternehmen mit der Durchführung der Kommunalen Wärmeplanung.
Das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz) und die Brandenburgische Wärmeplanungsverordnung (BbgWPV) verpflichten Kommunen, eine Kommunale Wärmeplanung zu erstellen.
Sie gilt als ein strategisches Instrument und bildet einen Fahrplan zur Gestaltung einer zukunftsfähigen und wirtschaftlich umsetzbaren Wärmeversorgung für die gesamte Stadt. Ziel ist es, die bestehende Wärmestruktur zu analysieren, Potenziale für Erneuerbare Energien, Abwärme und effiziente Versorgungslösungen zu identifizieren und eine langfristige Entwicklungsperspektive für die Wärmeversorgung in Frankfurt (Oder) aufzuzeigen.
Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz (SVUK) am 28. Januar 2026 wurde bereits über die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Frankfurter Dienstleistungsholding GmbH informiert. Mit dem Vertragsabschluss beginnt nun die konkrete Bearbeitung des Vorhabens.
Im ersten Schritt werden Daten zur aktuellen Wärmeversorgung erhoben und ausgewertet. Darauf aufbauend werden Potenziale für verschiedene Wärmeversorgungsformen untersucht und Szenarien für die zukünftige Entwicklung erarbeitet. Die Ergebnisse fließen in einen kommunalen Wärmeplan ein, der als strategische Orientierung für Politik, Verwaltung, Planer, Energieversorger, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger dienen wird.
„Die Kommunale Wärmeplanung ist für Frankfurt (Oder) von zentraler Bedeutung. Das Fernwärmenetz der Stadtwerke versorgt 19.000 Haushalte, das heißt mehr als 30.000 Menschen. Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine wichtige Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung unserer Stadt. Sie zeigt auf, welche Lösungen für unterschiedliche Stadtgebiete langfristig sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sein können. Wir gestalten den Prozess transparent und werden Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt (Oder) frühzeitig informieren und beteiligen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser.
Gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers muss das Vorhaben bis Mitte 2028 umgesetzt sein – in Form eines vorliegenden kommunalen Wärmeplans und eines entsprechenden Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung. Es ist vertraglich vereinbart, dass die FDH die von ihr erstellte Planung bis zum 31. März 2028 vorlegt.
Die Stadt legt besonderen Wert auf einen nachvollziehbaren Planungsprozess. Bürgerinnen und Bürger und politische Gremien werden deshalb regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten informiert – unter anderem im SVUK. Über die weiteren Projektschritte und Beteiligungsmöglichkeiten wird die Stadt Frankfurt (Oder) rechtzeitig informieren.
Kontakt:
Stadt Frankfurt (Oder)
Bauamt
Projektleitung Kommunale Wärmeplanung
Tel: 0335 552-6100
E-Mail: bauamt@frankfurt-oder.de