Reaktion auf brutalen Überfall vor einer Schule
In enger Absprache mit Brandenburgs Innenminister Dr. Jan Redmann hat Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser für Frankfurt (Oder) sofort Sicherheitsgespräche initiiert, an denen Vertreter der Polizei, der Stadtverwaltung, der Schulämter und Schulen teilnehmen sollen. Das erste Gespräch findet am 27. Oktober im Rathaus statt.
Neben der Aufarbeitung verfolgen Polizei und Stadt dabei gemeinsam das Ziel, mögliche Gefährdungen früher zu erkennen, um entsprechend zu reagieren.
Dr. Axel Strasser, Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), sagte dazu: „Wie viele Frankfurterinnen und Frankfurter bin ich zutiefst schockiert und wütend über diese Tat und die Intensität der Gewalt. Mein tiefes Mitgefühl ist bei dem Opfer, das zurzeit psychologisch betreut wird, und seiner Familie.
Dieses Ausmaß an organisierter Jugendgewalt hatten wir bisher in Frankfurt (Oder) nicht. Und wir werden das in unserer Stadt nicht dulden. Wir müssen alles dafür tun, damit sich Kinder und Jugendliche in Frankfurt (Oder) sicher fühlen.
Ich stehe dazu auch in intensivem Austausch mit dem brandenburgischen Innenminister und der Polizei. Wir werden das Format der Sicherheitsgespräche nach Frankfurt (Oder) holen, um im Zusammenspiel von Polizei, Staatsanwaltschaft, der Ausländerbehörde, weiteren städtischen Ämtern, Schulen und der Schulsozialarbeit diesen Überfall aufzuarbeiten und uns darüber auszutauschen, wie sich so etwas künftig verhindern lässt. Aktuell prüfen wir bereits, wie wir mit unseren Kräften im Umfeld von Schulen stärker präsent sein können.
Ich möchte der Polizei danken, die hier sehr schnell und mit einer deutlichen Täteransprache reagiert hat. In Fällen wie diesem müssen die Sicherheitsbehörden unabhängig vom Herkunftsland konsequent handeln. Denn wer in unserem Land Schutz genießt und diesen Schutz so brutal missbraucht, hat ihn nicht verdient.“
Am 14. Oktober wurde auf den sozialen Medien ein Video publik, das zeigt, wie ein Jugendlicher vor einer Frankfurter Schule von einer Gruppe Jugendlicher umstellt, brutal zusammengeschlagen und noch mit Fußtritten attackiert wurde, als er schon am Boden lag. Die mutmaßlichen Täter stammen nicht von dieser, sondern von einer anderen Frankfurter Schule. Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein. Dabei ist auch Videomaterial gesichert worden, welches das Tatgeschehen zeigt. Nach Mitteilung der Polizei stehen zehn Tatverdächtige im Fokus der Ermittler. Bei ihnen handelt es sich um Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, die syrischer, russischer, polnischer und deutscher Nationalität sind. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen.