Frankfurts Brunnensaison beginnt
Dass die Brunnen jedes Jahr im Sommer sprudeln, gehört für viele Bürgerinnen und Bürger zum festen Stadtbild. Seit einigen Tagen hat die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA) mehrere Brunnenanlagen wieder in Betrieb genommen, deren Finanzierung vollständig durch Sponsorinnen und Sponsoren erfolgt oder durch Dritte betrieben werden.
Dazu gehören der Brunnen am Kellenspring (Brunnenpatenschaft: Märkische Oderzeitung), der Otterbrunnen [Brunnenpatenschaft: Handwerkskammer Frankfurt (Oder)], der Steinbockbrunnen, der Sieben-Raben-Brunnen sowie der Brunnen des Lebens in der Karl-Marx-Straße [Brunnenpatenschaft: Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft (FWA)].
Ebenfalls sprudelt der Brunnen am Anger (Brunnenpatenschaft: Humboldt Societät), der Tröpfelbrunnen und der Flachsteinbrunnen [Brunnenpatenschaft: Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder)] sowie der größte Brunnen im Stadtgebiet – der Comic-Brunnen beim Oderturm. Dessen Finanzierung erfolgt durch die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) sowie die Stadtwerke Frankfurt (Oder). Die regelmäßige Kontrolle und Pflege übernimmt erneut die MÜTRA Objektmanagement GmbH. Mit einer vollständigen Übernahme aller Kosten und auch der täglichen Reinigung durch die Mitarbeitenden, hat die IMD GmbH dafür gesorgt, dass auch der Alinenbrunnen in diesem Jahr wieder sprudelt.
Die Wiederinbetriebnahme der zehn kommunalen Brunnenanlagen ist nur mit Unterstützung aller Brunnenpatinnen und -paten möglich. Die Brunnen sprudeln nun täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr.
Trotz großer Spendenbereitschaft können aus Kostengründen nicht alle Brunnenanlagen in Betrieb genommen werden. Dazu zählen u. a. die Fontäne und Kaskade im Lennépark, der Vierjahreszeitenbrunnen auf dem Leipziger Platz sowie der Caritasbrunnen in der Karl-Sobkowski-Straße. Ursache hierfür ist die derzeitige vorläufige Haushaltsführung und die damit verbundene Ausgabenbeschränkung, wegen der die erforderlichen finanziellen Mittel für Betrieb, Wartung, Wasser- und Energiekosten gegenwärtig nicht vollständig bereitgestellt werden können.
Die Gesamtkosten für den Betrieb aller betriebsbereiten kommunalen Brunnenanlagen belaufen sich jährlich auf rund 50.000 Euro.
Die Stadtverwaltung weist zudem darauf hin, dass das Baden in den Brunnenanlagen trotz sommerlicher Temperaturen nicht gestattet ist. Die Wasserqualität entspricht nicht den hygienischen Anforderungen für Badegewässer. Darüber hinaus besteht Verletzungsgefahr, bspw. durch Ausrutschen. Zudem handelt es sich bei zahlreichen Brunnenanlagen um historische bzw. denkmalgeschützte Bauwerke mit sensibler Bausubstanz, die durch eine unsachgemäße Nutzung beschädigt werden könnten.
Kontakt bei Rückfragen zum Thema und Interesse einer Brunnenpatenschaft:
Florian Beck (Amtsleiter Amt für Tief-, Straßenbau und Grünflächen)
Tel: 0335 552-6601
E-Mail: florian.beck@frankfurt-oder.de