Unternehmerinnen, Unternehmer und Oberbürgermeister diskutieren Gründung eines Wirtschaftsbeirates

Vertreterinnen und Vertreter aus rund 20 Unternehmen, Institutionen und unterschiedlichen Branchen sind auf Einladung von Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser zu einem ersten gemeinsamen Austausch über die geplante Arbeit eines Wirtschaftsbeirates für Frankfurt (Oder) zusammengekommen.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Erwartungen der Wirtschaft an ein solches Gremium, mögliche Themenfelder sowie Fragen zur künftigen Struktur des Beirats, dessen Arbeitsweise und der Zusammenarbeit mit dem politischen Raum.

„Das Treffen hat deutlich gemacht, dass es in der Frankfurter Wirtschaft ein großes Interesse gibt, sich mit Erfahrung, Fachwissen und konkreten Vorschlägen in die Entwicklung unserer Stadt einzubringen. Zugleich wurde klar, dass wir vor der endgültigen Ausgestaltung des Wirtschaftsbeirates gemeinsam noch wichtige Fragen klären müssen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser.

Dazu gehört insbesondere, wie die Arbeit des Beirates transparent organisiert, wie seine Unabhängigkeit gewährleistet und wie eine verlässliche Rückkopplung mit der Stadtverordnetenversammlung und den Fraktionen sichergestellt werden kann.

„Aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen wichtige Hinweise. Diese möchte ich unbedingt in die Arbeit und die Organisation des Wirtschaftsbeirats einfließen lassen. Er soll weder politische Entscheidungen ersetzen noch an den gewählten Gremien vorbei agieren. Er soll wirtschaftliche Kompetenz bündeln und dazu beitragen, politische und administrative Entscheidungen durch praktische Erfahrungen aus Unternehmen und Institutionen zu ergänzen“, so Strasser.

Der Oberbürgermeister hält grundsätzlich an der Idee eines Wirtschaftsbeirates fest. Dabei werden auch Erfahrungen anderer Städte, unter anderem aus Cottbus, berücksichtigt. Die konkrete Ausgestaltung soll jedoch auf die Verhältnisse in Frankfurt (Oder) zugeschnitten und vor den nächsten Schritten mit dem politischen Raum erörtert werden.

Strasser kündigte an, in den kommenden Wochen dazu Gespräche mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung (SVV) zu führen. Dabei sollen insbesondere die Aufgabenstellung, die Zusammensetzung, die organisatorische Anbindung sowie die Form des Informationsaustauschs zwischen Beirat, Stadtverwaltung und SVV besprochen werden.

Auch die von zahlreichen Frankfurter Unternehmerinnen und Unternehmern in einem am 9. Juli auf moz.de erschienen „Weckruf der Wirtschaft“ formulierten Erwartungen waren Gegenstand dieses ersten Treffens.

„Der Weckruf der Wirtschaft ist ein wichtiges Signal, das ich aufgreifen möchte. Die Unternehmen erwarten zu Recht, dass wirtschaftliche Entwicklung, schnelle und nachvollziehbare Verwaltungsverfahren, ausreichende Energieversorgung und Gewerbeflächen sowie die Sicherung von Fachkräften einen höheren Stellenwert erhalten“, erklärt der Oberbürgermeister.

Ein konkreter Schritt in diese Richtung ist die Neubesetzung der Leitung der Wirtschaftsförderung. Die entsprechende Stelle ist inzwischen öffentlich ausgeschrieben. Mit der Besetzung soll die Wirtschaftsförderung personell und strukturell gestärkt sowie noch enger mit der Verwaltungsleitung, den Unternehmen, der Europa-Universität Viadrina und den weiteren Partnern in der Region vernetzt werden.

Bis zum nächsten Treffen des zukünftigen Wirtschaftsbeirates am 1. Oktober sollen die offenen strukturellen und politischen Fragen weiterbearbeitet werden.

„Wir werden uns für die Vorbereitung die notwendige Zeit nehmen. Entscheidend ist nicht, möglichst schnell ein neues Gremium zu schaffen. Entscheidend ist, dass ein Format entsteht, das von der Wirtschaft getragen, vom politischen Raum akzeptiert und für die gesamte Stadt von Nutzen ist“, betont Dr. Axel Strasser.