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Infos für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona-Krise

Auf der Infoseite sind Tipps und Angebote zusammengestellt, die von zu Hause aus genutzt werden können. Viele davon wurden in den letzten Tagen extra erstellt, daher wird diese Liste nach und nach wachsen. Es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick auf diese Seite zu werfen.

Information zu Zahlung eines Kinderfreizeitbonus im August 2021

Der Kinderfreizeitbonus wurde im Rahmen des Aktiomnsprogramms der Bundesregierung "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" als finanzielle Hilfe für bedürftige Familien beschlossen. Die Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro sollen minderjährige Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien mit kleinen Einkommen erhalten, um insbesondere Angebote zur Ferien- und Freizeitgestaltung wahrnehmen und Versäumtes nachholen zu können. Die Einmalzahlung wird nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet. 

Wer bekommt den Kinderfreizeitbonus? Nicht alle Familien erhalten den Kinderfreizeitbonus. Es gibt ihn für Kinder und Jugendliche, die 

  • am 1. August 2021 noch nicht 18 jahre alt sind und

  • für die Kindergeld oder eine vergleichbare Leistung bezogen wird.

Zusätzlich muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein. Die Familie bezieht im August 2021 für ihre Kinder

  • Kinderzuschlag (KiZ),
  • Wohngeld (gegebenfalls parallel zu KiZ),
  • Sozialhilfe nach dem Dritten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch(SGB XII),
  • Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II),
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblLG) (auch wenn kein Kindergeld bezogen wird) oder
  • Leistungen im Rahmen der Ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt im Sozialen Entschädigungsrecht nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG)

Auszahlung des Kinderfreizeitbonus: Für die Auszahlung des Kinderfreizeitbonus sind verschiedene Stellen zuständig, je nachdem, welche Leistungen eine Familie woher bezieht.

  • Familien, die existenzsichernde Leistungen nach dem SGB II, dem Bundesversorgungsgesetz oder Asylbewerberleistungsgesetz beziehen - automatische Auszahlung im August ohne Antrag
  • Familien, die einen Kinderzuschlag (und ggf. Wohngeld oder Hilfen zum Lebensunterhalt) beziehen, erhalten den Kinderfreizeitbonus direkt von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit - automatische Auszahlung im August - ohne Antrag
  • Familien, die ausschließlich Wohngeld oder Hilfen zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe nach SGB II) erhalten: Auszahlung erst nach Antrag mit Nachweisen. Sie müssen nur wenige Angaben im Antrag auf Kinderfreizeitbonus machen: 

* ausgefüllter Antrag und geeignete Nachweise über die Bewilligung von Wohngeld oder Sozialhilfe für August 2021 (z. B. Kopie des Bewilligungsbescheids - Kinder, für die der Kinderfreizeitbonus beantragt wird, müssen ersichtlich sein)

* Antrag vollständig ausgefüllt zusammen mit den Nachweisen per Post an die zuständige Familienkasse senden (Anschrift: Familienkasse Berlin-Brandenburg 14465 Potsdam oder Familienkasse Frankfurt (Oder), 15230 Frankfurt (Oder), Heinrich-von-Stephan-Straße 2 - Gebäude JobCenter/ Agentur für Arbeit) oder an die dafür eingerichtete E-Mail-Adresse Kinderfreizeitbonus@arbeitsagentur.de senden.

Weitere Informationen sowie ein Antragsformular sind online unter www.arbeitsagentur.de/familie-und/kinderfreizeitbonus zu finden.

Antrag für Kinderfreizeitbonus

Antrag auf Kinderfreizeitbonus (PDF, 1,2 MB)


Neuregelungen aufgrund der Bundes-Notbremse ab 23.04.2021 für die Kindertagesbetreuung

Der Bund hat mit dem Vierten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 22. April 2021 u.a. eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) beschlossen, welches folgende Auswirkungen für die Kindertagesbetreuung hat. Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen (Kitas und Horte) und Kindertagespflegestellen ist künftig in Abhängigkeit von der Sieben-Tage-Inzidenz von 165 erlaubt oder untersagt.

Wird die Inzidenz von 165

  • an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten so ist ab dem übernächsten Tag der Betrieb von Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen untersagt;
  • ab dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahmen an fünf aufeinander folgenden Werktagen (ohne Sonn- und Feiertage) unterschritten, so treten an dem übernächsten Tag die Maßnahmen außer Kraft.

Die Stadt Frankfurt (Oder) gibt am Tag, nachdem an drei aufeinander folgenden Tagen der Schwellenwert überschritten wird öffentlich bekannt, dass am folgenden Tag der Betrieb der Einrichtungen untersagt ist und eine Notbetreuung angeboten wird.

Da die Inzidenz in Frankfurt (Oder) am 23.04.2021 147,2 beträgt, wäre der frühestmögliche Termin einer Schließung der 28.04.2021. Sollte der Wert in den nächsten 3 Tagen unter 165 bleiben bzw. sinken beginnt die Zählung der 3 Tage jeweils neu.

Gewährleistung der Notbetreuung:

Eltern, die noch keinen Antrag auf Notbetreuung gestellt haben und nach den entsprechenden Regelungen einen Anspruch für sich ableiten, werden gebeten, einen Antrag auf Notbetreuung zu stellen. Der Antrag muss von den jeweiligen Arbeitgebern der Eltern bestätigt werden.

Alle bis 22.04.2021 eingegangen Anträge werden bis 26.04.2021 bearbeitet. Die Bewilligungsbescheide erhalten Eltern in der nächsten Woche in ihrer Einrichtung.

Ablehnungsbescheide werden in der nächsten Woche postalisch an die Eltern versandt.

Anträge, die ab 23.04.2021 eingehen werden zeitnah bearbeitet.

Es wird darum gebeten, von Nachfragen zum Bearbeitungsstand der Anträge auf Notbetreuung abzusehen.

Anträge können gestellt werden:

  • per E-Mail an kitabetreuung@frankfurt-oder.de
  • per FAX an 552-5099
  • persönlich - Briefkästen Amt für Jugend und Soziales im Oderturm
  • Telefonische Nachfragen: 552 5045/ 5119/ 5148

Anträge für Notbetreuung in Kitas/ Kindertagespflege

Anträge für Notbetreuung ab 19.04.2021 (PDF, 97 kB)

Bescheinigung Arbeitgeber ab 19.04.2021 (PDF, 13 kB)

Weitere Entlastung für Eltern

Der Bundestag hat den Anspruch auf Kinderkrankengeld für 2021 von 20 Tagen pro Elternteil und Kind auf 30 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage erhöht. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf nun 60 Tage.

Weitere Informationen finden Sie hier...

Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld

Das Kinderkrankengeld soll es berufstätigen Eltern ermöglichen, Lohnausfälle durch die häusliche Betreuung eines erkrankten Kindes auszugleichen. Für dieses Jahrwird die Zahl der Tage, an denen gesetzlich Versicherte Anspruch auf Kinderkrankengeld haben, verdoppelt. Zudem gilt der Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist.

Auf wie viele Kinderkrankentage haben Eltern höchstens Anspruch?

Elternteile, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können im Jahr 2021 je gesetzlich krankenversichertem Kind 20 statt 10 Arbeitstage Kinderkrankengeld beantragen. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 45 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Arbeitstage pro Kind. Bei mehreren Kindern haben Alleinerziehende insgesamt einen Anspruch auf maximal 90 Arbeitstage.

Wer gilt als alleinerziehend und kann 40 Tage pro Kind in Anspruch nehmen?

Als alleinerziehend ist grundsätzlich ein Elternteil anzusehen, der das alleinige Personensorgerecht für das mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebende Kind hat. Als alleinerziehend gilt auch, wer als erziehender Elternteil faktisch alleinstehend ist. Die Krankenkasse prüft, ob eine Erklärung des Elternteils ausreichend ist oder weitere Nachweise einzureichen sind.

Können Eltern sich die Kinderkrankentage flexibel untereinander »überschreiben«?

Wenn ein Elternteil seinen Anspruch auf Kinderkrankengeld ausgeschöpft hat und dem anderen Elternteil noch Kinderkrankentage zustehen, besteht kein gesetzlicher Anspruchauf Übertragung noch „übriger“ Kinderkrankentage von einem auf den anderen Elternteil. Jedoch können Kinderkrankentage im Einverständnis mit dem Arbeitgeber des Elternteils, das die Kinderkrankentage bereits ausgeschöpft hat, übertragen werden.

Wie ist es, wenn ein Elternteil gesetzlich versichert und das andere Elternteil privat versichert ist?

Sind ein Elternteil und das Kind gesetzlich versichert, besteht Anspruch auf Kinderkrankengeld für diesen Elternteil. Ist das Kind mit dem anderen Elternteil privat versichert, besteht kein Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Was gilt für Eltern, die zurzeit weniger arbeiten und z.B. in Kurzarbeit sind?

Auch Eltern in Kurzarbeit können Kinderkrankengeld beantragen, wenn sie gesetzlich versichert sind. Kurzarbeitergeld und Kinderkrankengeld dürfen nicht gleichzeitig bezogen werden.

Haben 450 Euro-Minijobber Anspruch auf Kinderkrankentage?

Eltern mit geringfügig entlohnter Beschäftigung (sog. Minijob oder 450-Euro-Job) haben keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Denn sie sind nicht krankenversicherungspflichtig. Sie haben jedoch Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit (§ 45 Abs. 5 SGB V).

Können die zusätzlichen Kinderkrankentage auch für verlängerte Schulferien beantragt werden?

Ein Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht u.a. auch, wenn von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schulferien angeordnet oder verlängert werden. In der regulären Ferienzeit gilt der Anspruch nicht.

Wann tritt die Regelung zum Kinderkrankengeld in Kraft?

Die Bundesregierung hat das Gesetz am 12.01.2021 verabschiedet. Es wurde am 14.01.2021 im Bundestag und am 18.01.2021 im Bundesrat beschlossen. Die Regelungen treten rückwirkend zum 05.01.2021 in Kraft.

Warum gilt die Regelung nicht für privat krankenversicherte Eltern?

Um berufstätige Eltern in der Pandemie schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wurde mit der Verlängerung und Erweiterung der Kinderkrankentage auf ein etabliertes Instrument zurückgegriffen, das in der Umsetzung gut funktioniert, das aber nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern und Kinder greift. Für privat Krankenversicherte gibt es aber die Möglichkeit einer Entschädigung für Verdienstausfall nach § 56 Absatz 1a Infektionsschutzgesetz.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Das Kinderkrankengeld beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Welche Unterstützung erhalten privat Krankenversicherte?

Für privat Krankenversicherte besteht –wie für alle betreuungspflichtigen Eltern –die Möglichkeit einer Entschädigung für Verdienstausfall nach § 56 Infektionsschutzgesetz: Für Eltern, die wegen der pandemiebedingten behördlichen Schließung von Kitas und Schulen ihr Kind selbst betreuen müssen und deswegen nicht arbeiten können, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen seit Ende März 2020 eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat (§ 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz). Damit wird erwerbstätigen Eltern -sowohl von Kita-als auch von Schulkindern bis 12 Jahren oder älteren Kindern mit Behinderung und Hilfebedürftigkeit -ein Sicherheitsnetz gegeben. Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens (max. 2.016 Euro/Monat) und gilt für insgesamt zehn Wochen je Elternteil, bei Alleinerziehenden 20 Wochen -dieser Zeitraum kann tageweise aufgeteilt werden. Diese Regelung gilt bis zum 31. März 2021.

Wo beantrage ich Kinderkrankengeld?

Eltern können Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse beantragen.

Welche Unterstützung erhalten Selbständige?

Gesetzlich krankenversicherte hauptberuflich Selbstständige, die einen Anspruch auf Krankengeld gemäß § 44 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB V aufgrund einer Wahlerklärung gewählt haben, können auch das erweiterte Kinderkrankengeld beantragen. Für privat krankenversicherte Selbstständige gilt das zu den privat Krankenversicherten Ausgeführte entsprechend. Im Übrigen haben alle Eltern unabhängig vom Anspruch auf Kinderkrankengeld zusätzlich einen Anspruch nach § 56 Absatz 1a Infektionsschutzgesetz (bis zu zehn Wochen pro Elternteil, bis zu 20 Wochen bei Alleinerziehenden). Dieser Anspruch ruht, solange der Anspruch auf Kinderkrankengeld von einem Elternteil geltend gemacht wird.

Wie können Eltern Kinderkrankentage in Anspruch nehmen, auch wenn ihr Kind nicht krank ist?

Mit der neuen Regelung erhalten Eltern im Jahr 2021 auch Kinderkrankengeld, wenn ihr Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss, weil eine Einrichtung zur Betreuung von Kindern (Kindertageseinrichtung, Hort oder Kindertagespflegestelle), Schule oder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen geschlossen ist oder eingeschränkten Zugang hat. Das heißt: Eine Einrichtung zur Kinderbetreuung oder eine Schule ist pandemiebedingt behördlich geschlossen, der Zugang zur Einrichtung oder Zeiten sind eingeschränkt oder die Präsenzpflicht im Unterricht wurde ausgesetzt (z.B. bei Homeschooling, Distanzlernen).

Können Eltern, die im Homeoffice arbeiten können, Kinderkrankengeld beantragen?

Auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten (könnten), haben bei entsprechendem Kinderbetreuungsbedarf die Möglichkeit, stattdessen Kinderkrankengeld zu beantragen.

Gibt es Formulare für Kitas und Schulen für die Ausstellung der Bescheinigung?

Die Krankenkassen können für die Beantragung des Kinderkrankengelds die Vorlage einer Bescheinigung der Kita oder der Schule verlangen.

Quelle: Internetseite der Bundesregierung

FAQKinderkrankentage+Kinderkrankengeld (PDF, 134 kB)