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Kinder- und Jugendbeteiligung

„Erst wenn Kinder und Jugendliche an Entscheidungen mitwirken, die sie betreffen, wenn sie in wichtigen Belangen mitbestimmen und auf diese Weise aktiv ihre Lebensbereiche mitgestalten, kann von Partizipation im eigentlichen Sinne gesprochen werden.“ (Fatke/Schneider 2005)

Junge Menschen benötigen für ihre Entwicklung weitreichende Gestaltungs-möglichkeiten. Sie wollen mit ihrer eigenen Perspektive mitgestalten. Da ihnen die vollen politischen Bürgerrechte (noch) nicht zugestanden sind, und sie keine vollumfängliche Mitgestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten haben, ist es sehr bedeutsam, ihnen aktive Beteiligungsrechte zu bieten.  Es gilt daher allumfassend in der Kinder- und Jugendhilfe: Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. 

Beteiligung darf allerdings nicht beliebig sein. Sie muss Kinder und Jugendliche und ihre Anliegen ernst nehmen sowie  alters- und entwicklungsgemäße Beteiligungs-formen finden.Da diesem Thema auch im Amt für Jugend und Soziales eine besondere Bedeutung beigemessen wird, hat das Amt 2015 einen umfassenden Bericht  über die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt Frankfurt (Oder) verfasst.

Hier können Sie Ihre Ideenkarte online ausfüllen und an die Kinderbeauftragte Jacqueline Eckardt übersenden:

Leitlinien der Kinder- und Jugendbeteiligung in Frankfurt (Oder) (LL KJB)

Allen Kindern und Jugendlichen wird Mitwirkung im gesellschaftlichen Leben und Beteiligung an dazugehörigen Prozessen zugesichert. Dies trägt zur Stärkung der Zukunfts- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen bei. Kinder- und Jugendbeteiligung ist eine Querschnittsaufgabe in allen gesellschaftlichen Bereichen, über Ämter- und Trägergrenzen hinweg, sowie in der direkten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Kinder- und Jugendbeteiligung ist rechtlich in der UN-Kinder-rechtskonvention, auf nationaler Ebene im Sozialgesetzbuch VIII, im Land Branden-burg im § 18 a der Kommunalverfassung sowie im § 3 a der Hauptsatzung der Stadt Frankfurt (Oder) verankert.

Doch trotz vieler positiven Ansätze in Frankfurt (Oder) gilt es, Kinder- und Jugendliche künftig noch besser an den für sie relevanten Entscheidungen zu beteiligen und in die politische und gesellschaftliche Willensbildung einzubeziehen und ihren Mitgestaltungswillen für ihre Lebensumwelt zu wecken und zu fördern. Für eine nachhaltige Kinder- und Jugendbeteiligung braucht es beständige und zuverlässige Partner in der Jugendarbeit und den Schulen, in der Verwaltung und nicht zuletzt in der Kommunalpolitik. Eine lebensnahe und selbstverständliche Kultur von Bürgerbeteiligung, die auch andere Altersgruppen bedenkt, ist eine gute Grundlage dafür, junge Menschen für ein Engagement im Gemeinwesen und für Ihre Interessen zu bewegen.

Deshalb hat die Stadtverordnetenversammlung im Mai 2021 Leitlinien der Kinder- und Jugendbeteiligung beschlossen. Die Leitlinien für Kinder und Jugendarbeit in Frankfurt (Oder) sollen insbesondere Mitarbeiter*innen der Verwaltung und Partner*innen in der Trägerlandschaft der Stadt Frankfurt (Oder) als Orientierungs- und Handlungsleitfaden dienen, um einerseits das Instrument der Kinder- und Jugendbeteiligung grundsätzlich als Entwicklungs- und Arbeitsmittel ständig mitzudenken und andererseits auch ganz praktisch Anregungen für die Umsetzung des Anliegens zu erhalten.