Hilfsnavigation
Kurzmenü
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Hauptmenu
Seiteninhalt

Patzelt lobt Vorstoß der MUV

Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten für Konzerthalle / Ansatz ist Zeichen der Solidarität

Oberbürgermeister Martin Patzelt hat sich sehr erfreut über den Vorschlag der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft (MUV) gezeigt, mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (BSOF) in das Kleistforum zu ziehen. MUV-Geschäftsführer Markus Wieners war damit am Freitag überraschend in die Öffentlichkeit gegangen. Nach Wieners könnten durch den Umzug durch wegfallende Betriebskosten, bzw. durch weitere Synergieeffekte rund 620.000 Euro eingespart werden. Damit wäre das Sparziel im Kulturbereich von 500.000 Euro mehr als erfüllt.
Patzelt äußerte sich nach Gesprächen mit Wieners dankbar für den Vorschlag. „Das zeigt, dass weite Teile der Diskussion der vergangenen Wochen und Monate wieder die übliche Panikmache waren“, so Patzelt. Zahlreiche Kulturschaffende, als auch Kulturpolitiker hatten der Stadtverordnetenversammlung vorgeworfen, durch diese  Konsolidierungsbeschlussvorgabe von einer halben Millionen Euro die Kultur „kaputtsparen“ zu wollen.
„Und nun?“, so Patzelt. „Gespart werden kann durch eine  Umstrukturierung und die Nutzung von synergetischen Effekten. Eingespart werden kann wirksam und nachhaltig bei den Overheadkosten. Nicht ein Kulturprojekt müsste nach Wieners Vorschlägen gestrichen werden und trotzdem kann das Sparziel,  erreicht werden“, so der OB weiter. Zugleich äußerte er Unverständnis, das es im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung überhaupt zu Schließungs- oder Abwicklungsvorschlägen für kleine und wichtige Projekte kam. Immer wieder hatte er auf unausgeschöpfte Potentiale durch strukturelle Veränderungen hingewiesen.  Statt solche in die Kulturentwicklungsplanung aufzunehmen, wurden Geisterdebatten über die Streichung von Veranstaltungen oder gar die Schließung ganzer Einrichtungen geführt. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Patzelt den Vorstoß Wieners als „Solidaritätszeichen gegenüber vielen kleineren Projekten und Einrichtungen.“
Die Angst, dass die Konzerthalle durch den Umzug des BSOF dem Verfall preisgegeben wird, hält Patzelt für unbegründet. Die Konzerthalle darf nicht geschlossen werden. Neben ihrer Funktion als Konzerthalle für Chorkonzerte  könnte sie zukünftig Heimstätte für noch heimatlose Kulturträger wie das Orchester der Musikfreunde u. a. werden,  insbesondere aber  stärker an Drittveranstalter vermietet werden: „Wer in den letzten Jahren beispielsweise beim Hanseball war, der weiß, um die Einmaligkeit als Veranstaltungsort.“ Auch die Singakademie sollte in der ehemaligen Franziskanerkirche am Oderufer bleiben. Des Weiteren sieht Patzelt darin eine Chance, für kleinere Träger und Vereine sich in der Konzerthalle niederzulassen. „Für die Konzerthalle gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, das Problem wird sein, die dafür erforderlichen Betriebskosten zu reduzieren und dennoch ihre weitere Nutzung zu sichern“, so Patzelt. Die zukünftigen Konzepte werden entscheidend von den Ergebnissen einer soliden rechnerischen Betrachtung abhängen.