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04.11.2013

Feuerwehr bekommt neue Atemschutzübungsanlage

Die Frankfurter Feuerwehr hat seit heute eine neue Atemschutzübungsanlage. Mit einer praktischen Übung hat der so genannte B1-Lehrgang, die Grundausbildung für Berufsfeuerwehrleute, die Anlage in Betrieb genommen. Die alte Trainingsstätte war bereits über 44 Jahre alt. Die Modernisierung hat rund 180.000 Euro gekostet. „Die Investition ist auch eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Denn nur gut ausgebildet Feuerwehrangehörige sind in der Lage, auf die vielfältigen Einsatzsituationen zu reagieren“, so die Beigeordnet Dr. Claudia Possardt. „Durch die Nutzung der hausinternen Atemschutzübungsanlage müssen die 376 Ange-hörigen der Frankfurter Feuerwehr keine langen Anfahrtswege in Kauf nehmen.“

Bei der Modernisierung der Übungsanlage wurden unter anderem die medizinische Überwachung der Einsatzkräfte und ein Steuer- und Überwachungspult erneuert. Der Konditionsraum der Anlage ist jetzt ausgerüstet mit einer Endlosleiter, einem Laufband und einem Fahrrad-Ergometer. Außerdem werden vier Infrarotkameras, eine Tageslicht- sowie eine Wärmebildkamera eingesetzt. Daneben verfügt die Trainingsanlage neuerdings über eine Lichteffekt- und eine Geräuschkulisse sowie eine Heißzonenanlage.

Die Atemschutzgeräteträger werden künftig mit einem Erkennungschip ausgestattet, durch den die Arbeitsleistungen digital erfasst und protokolliert werden können. Mit Hilfe der Telemetriedaten lassen sich Pulsdaten der Teilnehmer in Echtzeit übertragen und somit die tatsächliche Belastung kontrollieren. „So ist während der gesamten Übung die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet“, erklärt Michael Wallmann von der Frankfurter Feuerwehr. „Die Atemschutzübungsstrecke ist Bestandteil des Brandschutz- und Logistikzentrum und ist im Sachbereich Atemschutz mit der gesamten theoretischen und praktischen Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger integriert. Einen wesentlichen Teil ihres Trainings absolvieren die Kräfte der Frankfurter Feuerwehr in der Atemschutzübungsanlage.“

Der 28stündige Atemschutzlehrgang, mit dem heute begonnen wurde, beinhaltet den Umgang mit umluftunabhängigen Atemluftgerät, so genannte Pressluftatmer. Die Feuerwehrleute  erlernen das Öffnen von Türen, das Absuchen von stark verrauchten Räumen und das Retten von Personen. Zum Lehrgang gehört auch der Besuch der Atemschutzstrecke, auf der die Belastungsübung und die einsatznahe, praktische Ausbildung stattfinden. „Der Feuerwehrmann muss auch hier mit der entstehenden Stresssituation umgehen, um im Ernstfall richtig darauf reagieren zu können“, so Wallmann. 

Foto: Jens Bredehorn/pixelio.de