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Blick auf das Rathaus Sommer 2016 II © Stadt Frankfurt (Oder) Diagonale © Stadt Frankfurt (Oder)
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Stadtgeschichte in Bildern

Gegenwart

Seit 1993 nimmt die Stadt an den "Internationalen Hansetagen der Neuzeit" teil und verbindet sich damit mit den anderen Städten, die wie Frankfurt, einst zum Bund der Hanse gehörten.
Die Wirtschaft der Stadt entwickelt sich in die Richtung vielfältiger Klein- und Mittelbetriebe. Einen festen Platz im Wirtschaftsleben der einstigen Hanse- und Messestadt nehmen die Frankfurter Messen ein. Die jährlich drei bis vier Fach- und Verbrauchsmessen lassen zunehmend Teilnehmer und Besucher aus den weiteren Bundesländern, aus Polen und den anderen östlichen Nachbarländern nach Frankfurt (Oder) kommen.
Eine große Bedeutung für die Stadt und Region hat das im März 1993 gegründete World Trade Center Frankfurt (Oder), über welches die Stadt mit anderen Städten der weltweiten World Trade Center Association verbunden ist.
Als Oberzentrum wirkt die Stadt weit über die Grenzen ihres Stadtgebietes hinaus und ist heute die wichtigste Grenzstadt der Bundesrepublik Deutschland zur Republik Polen.
Weiterführende Literatur zur Geschichte der Stadt:
Frankfurt (Oder) - so wie es war / Ralf-Rüdiger Targiel. - Düsseldorf: Droste, 1994.
ISBN 3-7700-1014-0
Bis auf die Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist die Verwendung von Text und Fotografien (hiervon ausgenommen das Luftbild von W.Mausolf) kostenfrei gestattet. Die Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist kostenpflichtig und bedarf der Genehmigung des Stadtarchivs der Stadt Frankfurt (Oder). Bei jeglicher Verwendung ist das Stadtarchiv als Quelle anzugeben.

Nach der gesellschaftlichen Wende 1989/1990 organisiert sich das Leben von Frankfurt (Oder), als die viertgrößte Stadt des Bundeslandes Brandenburg, neu.

 

Am 6. September 1991 wurde die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) eingeweiht, deren erstes akademisches Jahr im Oktober 1992 eröffnet werden konnte. Nach 180 Jahren wurde damit die Oderstadt Frankfurt wieder Universitätsstadt.

Über ein Drittel der Studenten dieser Universität kommen aus dem Ausland, vor allem aus dem polnischen Nachbarland, andere kommen aus Finnland, Italien, Großbritannien, aus den USA, Rußland, Norwegen und anderen Ländern. 1998 konnte die Viadrina zusammen mit ihrer polnischen Partneruniversität Poznan das "Collegium Polonicum", die erste grenzüberschreitende Hochschuleinrichtung eröffnen.

Aufbau nach dem Krieg

Im Zentrum der Stadt blieben nur wenige Gebäude - unter ihnen das gotische Rathaus und die Marienkirche - erhalten. Bald nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee setzten sie den Arzt Dr. Ruge, als Oberbürgermeister ein.

Die von ihm aufgebaute Stadtverwaltung stand vor den fast unlösbaren Aufgaben, die Enttrümmerung der Stadt und die Versorgung der sich ständig vergrößernden Bevölkerung zu organisieren. Hinzu kam die der Stadt als Grenzstadt zugedachte Bedeutung für die Flüchtlinge und Heimkehrer aus der Gefangenschaft.

1952 wurde Frankfurt, als in Durchsetzung eines zentralistischen Staatsaufbaus in der DDR die Bezirke geschaffen wurden, Bezirksstadt für den Bezirk Frankfurt (Oder). Nach der Enttrümmerung der Stadt begann 1951 mit dem Bau der neuen Bahnhofstraße der Wiederaufbau der Stadt. Bei der Errichtung der neuen Stadtviertel wurde die noch vorhandene alte Haussubstanz vernachlässigt.

Der wichtigste Betrieb der Stadt war das Halbleiterwerk, in dem bis zu 8000 Beschäftigte arbeiteten

1933 bis 1945

Nach 1933 wurde die Oderstadt als Garnisonstandort ausgebaut. Während der Zeit der NS-Diktatur war der Stadt das Schicksal einer "Gauhauptstadt" zugedacht. Diese Jahre gehören zu den schwärzesten der Frankfurter Stadtgeschichte. Gegen die Nationalsozialisten regte sich nur der Widerstand einzelner, welche oftmals nicht überlebten. Spätestens nach der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, erlangte der Terror gegen die jüdischen Mitbürger ein neues, bis dahin ungeahntes Ausmaß und führte zur Vernichtung der jüdischen Gemeinde. Heute erinnert an der Stelle, wo sich einst die Frankfurter Synagoge befand, ein Gedenkstein an die Gemeinde, welche einst fast 900 Mitglieder zählte. Anfang 1945 wurde die Stadt zur Festung erklärt und die noch verbliebene Bevölkerung evakuiert.

Nach Beendigung des Krieges wurde Frankfurt Grenzstadt, die ehemalige Dammvorstadt zur polnischen Stadt Slubice. Der Krieg, wie anschließende Brandschatzungen ließen das alte Zentrum zu einer Trümmerwüste werden.

Reichsbahndirektion Osten nahm in Frankfurt ihren Sitz

Nach dem I. Weltkrieg erfuhr die Stadt infolge ihrer veränderten geopolitischen Bedeutung vielfältige Förderung. Die Reichsbahndirektion Osten nahm in Frankfurt ihren Sitz, es entstanden neue Wohnviertel, welche vor allem unter der Leitung des bedeutenden Architekten Martin Kießling errichtet wurden, ein neuer Bahnhof, die Pädagogische Akademie, ein Musikheim, verschiedene Schulbauten und anderes wurde gebaut.

1842 wurde die Eisenbahnlinie nach Berlin und vier Jahre später die nach Breslau eröffnet

Die Bedeutung der Frankfurter Messen sank, die Warenströme zogen an der Stadt vorbei. Im Norden der Stadt entstand zwar ein Industrieviertel, größere Betriebe der Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie, der Steingutfabrikation u.a. entstanden, die Schwerpunkte wurden weiterhin durch Verwaltungsstellen und das Militär gesetzt.

1827 direkte Unterstellung der Stadt unter die Regierung als selbständiger Stadtkreis

1827 erfolgte die direkte Unterstellung der Stadt unter die Regierung als selbständiger Stadtkreis, sie wurde eine kreisfreie Stadt, was sie noch heute ist. Die Messen schlossen mit guten Ergebnissen und erlangten in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt.

Die Stadt dehnte sich über die alten Befestigungen aus. Ein Teil des Stadtgrabens wurde zugeschüttet, der "Neue Mark" entstand. Unweit davon schuf der Gartengestalter Lenné‚ aus dem westlichen Teil der Wall- und Grabenanlage einen Park. Dieser, unser heutiger Lenné-Park, und andere, sich daran anschließende Parks und Grünanlagen durchziehen die Stadt noch heute gleichsam wie ein grünes Band.

1811 die Schließung der Universität - 1815 Regierungsbezirk Frankfurt

Nach der Gründung der Berliner Universität wurde 1811 die Schließung der Universität in Frankfurt und ihre Übersiedlung nach Breslau verfügt. Um diesen Verlust auszugleichen, wurde die Stadt zum Sitz der Regierung des 1815 neugebildeten Regierungsbezirkes Frankfurt ausgewählt und erhielt das Oberlandesgericht.

Großen Schaden erlitten die Stadt und die Universität durch den 30jährigen Krieg.

Großen Schaden erlitten die Stadt und die Universität durch den 30jährigen Krieg. Alle kriegführenden Parteien belagerten abwechselnd die Stadt, stürmten und plünderten sie. Sowohl der kaiserliche General Wallenstein wie der schwedische König Gustav Adolf legten der Stadt hohe Kontributionssteuern auf, um derentwillen die Stadt Anleihen aufnehmen musste. Am Ende des Krieges war die Einwohnerzahl von ca. 13000 auf 2366 gesunken. In Frankfurt wurde eine Garnison des stehenden Heeres stationiert.

Nur schwer erholte sich wieder die Stadt nach diesem Krieg. Die Messen wurden auf zwölf Tage ausgedehnt, Frankfurts Bedeutung als Stapelplatz erhöhte sich. Die Ansiedlung von aus Frankreich vertriebenen Hugenotten ließen neue Gewerbezweige sich etablieren und erblühen

Universitätsstadt Frankfurt (Oder)

In der Hoffnung auf eine humanistische Pflanzstätte zog eine aufgeschlossene Jugend - unter ihnen auch der junge Ulrich von Hutten - nach der Universitätsstadt Frankfurt (Oder).

Die Alma mater Viadrina begann mit fast 1000 Studenten, der bis dahin höchsten Erstimmatrikulationsziffer einer deutschen Universität. Bis zu ihrer Aufhebung im Jahre 1811 besuchten etwa 70000, darunter fast 3000 Studenten aus den östlich gelegenen Ländern diese Universität.

Die Lehrer der Viadrina wirkten zugleich als hohe brandenburgische Beamte. Lehrende und Lernende wirkten entscheidend an den brandenburgisch- preußischen Reformen vom 16. bis 19. Jahrhundert mit. In den Frankfurter Universitätsmatrikel, in denen die Namen der hier einst weilenden Studenten verzeichnet sind, finden sich solche berühmten Namen wie Thomas Müntzer, Carl Philipp Emanuel Bach, die Gebrüder Humboldt, Samuel von Cocceji, Carl Gottlieb Svarez, Christian Thomasius und der hier im Jahre 1777 geborene große Sohn der Stadt, der Dichter Heinrich von Kleist.

An der Frankfurter Universität lehrte der bedeutende Renaissancegelehrte Jodocus Willich. Philipp Melanchthon, der "Lehrmeister Deutschlands" beriet den brandenburgischen Kurfürsten zur Umgestaltung der Frankfurter Universität und sandte anschließend seinen Schwiegersohn Georg Sabinus an die Oder-Universität.

Als Lehrer waren hier Daniel Ernst Jablonski, der als einer der ersten Nichtengländer die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford erhielt, und Prof. Baumgarten, der Begründer der deutschen Ästhetik, tätig.

1506 die erste brandenburgische Landesuniversität eröffnet

Mit der Festigung der hohenzollernschen Landesherrschaft versuchten die Hohenzollern die städtischen Sonderrechte zu beseitigen. Die Autonomie der Stadt, die unter anderem auf die freie Ratswahl verzichten musste, wurde stark eingeschränkt. Dennoch blieb Frankfurt (Oder), welche in jener Zeit noch eigene Münzen prägte, eine der bedeutendsten Städte der Mark. Hier wurden 1506 die erste brandenburgische Landesuniversität eröffnet.

Mindestens seit 1430 war die Oderstadt Mitglied der Hanse

Nach dem Aussterben der brandenburgischen Askanier 1319/20 kämpfte die Stadt an der Seite der Wittelsbacher und bot trotz der Belagerung des im Bündnis mit dem "Falschen Waldemar" stehenden Heeres von Kaiser Karl IV. Markgraf Ludwig Schutz. Als bedeutende Handelsstadt, welche den gesamten Oderhandel zwischen Breslau und Stettin beherrschte, fand Frankfurt Anschluss an den hansischen Wirtschaftsraum. Mindestens seit 1430 war die Oderstadt Mitglied der Hanse und besuchte regelmäßig bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts die Hansetage.
Zum Ende des 15. Jahrhunderts ging die Bedeutung der Fernhandelsgeschäfte zurück und die schon frühzeitig erwähnten Märkte, 1653 erstmalig als Messen bezeichnet, erlangten größere Bedeutung. Die zu Reminiscere, Margarethen und Martini jährlich durchgeführten Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmärkte entwickelten sich zu Großhandelsmärkten mit internationalem Charakter. Sorgfältig wachte die Stadt darüber, dass die Märkte regelmäßig stattfinden konnten. 1611, als der Martinimarkt wegen Pestgefahr nicht stattfinden sollte, erbat die Stadt dennoch die Genehmigung zu seiner Durchführung, da, wie es hieß, zum Markt Franzosen, Niederländer, Engländer, Preußen, Kaufleute aus Polen, aus Köln am Rhein, Frankfurt am Main, aus Augsburg, Nürnberg und vielen anderen Orten kamen.

Der Hahn als Wappentier der Stadt

Die Bürger der Stadt erwählten sich ein eigenes Stadtzeichen. Sie setzten sich den Hahn in ihr Siegel und Wappen, der über ein Wortspiel (Hahn = gallus = Franke) auf die ersten Bewohner der Stadt hinwies. Noch heute ist der im offenen roten Torbau stehende stolze Hahn, über dem ein silberner Schild mit dem brandenburgischen Adler schwebt, das Wappentier der Stadt.

1253: Stadtrecht

Die Frankfurter Stadt-Chronik beginnt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, als sich Kaufleute an der Oder niederließen und hier eine Siedlung begründeten. Diese Kaufmannsniederlassung um St. Nikolai erhielt 1253 das Stadtrecht. Im Jahre 2003 jährte sich zum 750. mal die Belehnung von Frankfurt mit Stadtrecht. Die Stadt, deren Bild sich ständig verändert, beging ihren 750. Jahrestag feierlich und war zugleich Gastgeber des 23. Internationalen Hansetages.

Unter der Herrschaft des askanischen Markgrafen Johann I. wurde die ursprüngliche Siedlung stark erweitert. Die Bürger von Frankfurt errichteten in kurzer Zeit eine großzügige Stadtanlage mit dem Rathaus und der Marienkirche, sie umschließen die Stadt mit einer festen Stadtmauer. Vor den Toren der Stadt entstanden die Lebuser und die Gubener Vorstadt. Später entwickelte sich über die Oder die Dammvorstadt. Bei der Gründung erhielt die Stadt 124 Hufen westlich und 60 Hufen östlich der Oder als Acker- und Weideland. Die Lage der Stadt an einem der wichtigsten Oderübergänge und am Schnittpunkt bedeutender Landhandelsstraßen, verbunden mit den verliehenen Privilegien wie das Niederlagsrecht und andere Rechte, ließen die junge Stadt rasch große Bedeutung erlangen.