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Herbst 2015 © Stadt Frankfurt (Oder) Diagonale © Stadt Frankfurt (Oder)
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Sakrale Orte

Besonders sehenswert sind die Kirchen im Zentrum sowie in den Ortsteilen von Frankfurt (Oder).

Neue Texte mit Bildern und Kartenmaterial zu den Kirchen und Friedhöfen sowie zu der jüdischen Gemeinde in Frankfurt (Oder) sind aktuell in Vorbereitung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kirchen-ff.de , www.evangelische-kirche-ffo.de und in wikipedia .

St. Marienkirche

Die ehemalige Hauptpfarrkirche der Stadt ist nach Grundriss und umbauten Raum die größte Kirche norddeutscher Backsteingotik. Vermutlicher Baubeginn war zur Zeit der zweiten Stadtgründung 1253 als kreuzförmige dreischiffige Hallenkirche mit Doppelturmfront. Im 15. Jahrhundert erfolgte die Erweiterung des Langhauses. 1826 stürzte der Südturm ein,1827-30 erfolgte eine Gesamt- Restaurierung unter Karl Friedrich Schinkel, 1921-27 eine weitere Restaurierung unter Hans Berger-Schäfer. Bei der Zerstörung Frankfurts 1945 brannte die Kirche bis auf die Umfassungsmauern aus, das Dach stürzte ein.
1974 wurde die Kirche mit 99-jährigem Nutzungsrecht an die Stadt verpachtet. 1980 wurde mit der Sicherung der Ruine und der Konzeption des späteren Neu-Aufbaus begonnen. 1995-98 wurde das Dach über Chor und Langhaus neu errichtet – das war der größte Vollholz-Dachstuhl, der im 20 Jahrhundert gebaut wurde.
Spektakulär war 2002 die die Rückkehr der seit 1945 verschollenen Glasmalereien aus St. Petersburg, die nachfolgend in einer eigens eingerichteten Werkstatt im oberen Chorsüdanbau mühevoll restauriert wurden. Heute sind die drei großen Fenster aus dem 14. Jahrhundert wieder in alter Schönheit zu bewundern.

Lage der Chorfenster in der St. Marienkirche (PDF, 3,2 MB)

Sie erzählen in 117 Einzelscheiben Szenen aus dem Alten und Neuen Testament: Schöpfung, Erlösung und Endgericht.
Besonders interessant sind die Szenen auf dem „Endzeitfenster“: die Darstellung der Antichrist-Legende ist in dieser Form einmalig.

St. Gertraud

Die Neogotische Backsteinkirche ist der Nachfolger eines älteren Kirchenbaus, der ehemaligen Kirche der Innung der Gewandschneider. Diese Kirche wurde wegen Baufälligkeit Mitte des 19. Jh. abgerissen. 1878 erfolgte die Einweihung des Neubaus. Verantwortlich für den Neubau waren der Stadtbaurat Carl Emil Christ und der Baumeister Wilhelm Kinzel. Die Kirche hat eine 1879 eingebaute Sauer-Orgel auf der Westempore mit drei Manualen und 36 Registern sowie zwei Glocken. Die Kriegsschäden am Chor wurden nach 1945 beseitigt.
1978-80wurde die Kirche umgebaut und eine Zwischendecke eingezogen, um den Raumbedarf der inzwischen vereinigten Gertraud- und Mariengemeinde zu decken: Auf Betreiben der Stadt war das Gemeindehaus der Mariengemeinde abgerissen worden St. Gertraud beherbergt eine Vielzahl der aus der 1945 ausgebrannten Marienkirche geretteten Kunstschätze: einen vergoldeten Bronzeleuchter und eine Bronzetaufe aus dem 14. Jahrhundert, die beide fast 5 m hoch und mit reichem Figurenschmuck versehen sind, einen vergoldeten Hochaltar mit Gemälden und Schnitzfiguren aus dem 15. Jahrhundert sowie zahlreiche wertvolle und ikonographisch interessante Epitaphien.

Franziskaner-Klosterkirche

Die heutige Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach war ursprünglich die Kirche des Franziskanerklosters , das einst an dieser Stelle stand. Der Baubeginn der dreischiffigen Hallenkirche lag um 1270. 1516-25 wurde unter Bruder Andreas Lange das Langhaus neu gebaut und dabei wesentlich erweitert, es war eines der letzten großen Kirchenbauten in der Mark Brandenburg vor dem Beginn der Reformation.
Danach wurde das Kloster aufgelöst, der Besitz fiel an den Staat. 1735-36 erfolgte eine umfassende Renovierung und dabei der Einbau von Emporen und Kanzel; der dabei geplante Turm blieb unausgeführt. Ab ca. 1720 diente die Kirche als Garnisonskirche. Als nach der Auflösung der Universitas Viadrina der Staat Preußen mit der Stadt 1815 einen Vertrag über die Gebäude der Universität schloss, fielen auch die ehemaligen Klostergebäude an die Stadt. Von der Mitte des 19. Jh. bis zur Jahrhundertwende dienten die Gebäude samt Kirche als Krankenhaus.
Von der Zerstörung der Stadt 1945 blieb die Kirche weitgehend unberührt, diente zweitweise als Lazarett und drohte nach jahrelangem Leerstand zu zerfallen: Die ehemalige Kirche für die ehemalige „Dammvorstadt“, den Stadtteil Frankfurts östlich der Oder, der an Polen gefallen war, hatte nun keine Gemeinde mehr. 1967 wurde die Kirche für 99 Jahre an die Stadt verpachtet. Das war der Beginn von umfassenden Restaurierungsarbeiten und der Umbau zur Konzerthalle – der ersten Umnutzung von Kirchenbauten in dieser Form in der damaligen DDR.
1975 erfolgte Einbau einer Sauer-Orgel mit 50 Registern / 3890 Pfeifen; im Südchor fand 1990 eine kleinere, ältere Sauerorgel Aufstellung, die aus der Kirche in Jeeben/Altmark stammt. 1987 wurde an der Nordseite der Kirche ein Funktionsgebäude angebaut, 2004 der Dachreiter aufgesetzt. Heute ist die Konzerthalle Sitz des Brandenburgischen StaatsorchestersFrankfurt sowie der Frankfurter Singakademie , außerdem finden Konzerte von externen Anbietern statt.
Die Konzerthalle gehört verwaltungsmäßig zur Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) .

Friedenskirche (zuvor Nicolaikirche und Reformierte Kirche)

Die dreischiffige Hallenkirche ist vermutlich die älteste Kirche der Stadt , der Baubeginn liegt um 1230, am Ort der ersten Stadtgründung. Der Hallenumgangschor entstand im 14. Jahrhundert. Weitere spätmittelalterliche Baumaßnahmen waren die Einwölbung des Langhauses und der Bau des Südturmes.
1557 wurde die Kirche umgenutzt und zum Kornhaus umgebaut.1643 stürzte der Südturm ein. 1735 / 36 entstand ein westlicher Anbau eines eigenen Kirchsaals der französisch-reformierten Gemeinde.
Um 1740 fand eine Innen- und Außenrenovierung im Barockstil statt.
1817-42 wurde der Anbau als Theater- und Ballhaus genutzt, bis im Zentrum der Stadt ein erstes eigenes Theater gebaut wurde.
1861 erfolgte der Abriss des französischen Kirchsaals, 1880/81 die Restaurierung und dabei die Entfernung der barocken Einbauten sowie der Anbau einer neugotischen Sakristei.
1891-94 entstanden die beiden Doppeltürme.
1929 wurde die Kirche in „Friedenskirche“ umbenannt. 1985 erfolgte die Verpachtung an die Stadt für 99 Jahre. 2005 übernahm der Förderkreis Ökumenischess Europa-Centrum die Friedenskirche.

St. Georg

Der Vorgängerbau der Georgenkirche stand ursprünglich im südlichen Teil der ehemaligen Berliner Straße und wurde 1922 wegen Baufälligkeit zunächst gesperrt und später abgerissen.
1926 begann der Bau der neuen Georgenkirche an der Bergstraße / Ecke Lennéstraße (Architekt Curt Steinberg).
Architektonisch ist die Kirche bemerkenswert: Der Rundbau aus klinkerverblendetem Stahlbeton mit angesetztem Südturm steht in der Tradition mit anderen bemerkenswerten Bauten der zwanziger Jahre in Frankfurt (Oder), so z.B die Kießling-Bauten im Westteil der Stadt oder das ehemalige Musikheim von Otto Bartning.
Die Weihe der Georgenkirche erfolgte 1928, ebenso der Einbau der Sauer-Orgel, die später mehrfach umgebaut wurde. Die Kirche hat vier Glocken, vor der Kirche steht eine Skulptur des Drachentöters Georg.
1945 verlor die Kirche durch Bombenschaden die Hälfte des Kuppeldaches und alle Fenster. 1953 begann der Wiederaufbau. 1971 erfolgte eine Renovierung der Kirche und dabei die Vergrößerung des Altars. 1978 wurde die Orgel durch einen Regeneinbruch zerstört, 1990 ein Orgelneubau mit 27 Registern durch die Firma Sauer errichtet.

Heilandskapelle

Eine bemerkenswerte Frankfurter Kirche ist die Heilandskapelle im Klingetal. Sie wurde 1915 als Holzskelettbau in sibirischer Holzbauweise durch russische Gefangene zusammen mit dem Frankfurter Sägewerk Skomoda errichtet.
Sie diente als Kirche des Kriegsgefangenenlagers Gronenfelde. Die Kapelle wurde für Gottesdienste der evangelischen Wachmannschaft, russischer Evangeliumschristen sowie für jüdische Gefangene genutzt.
Weiterhin fungierte sie auch als Lesehalle, Versammlungs- und Theatersaal. Als 1919 das Gefangenenlager aufgelöst wurde, begann die Kapelle zu verfallen.
Ab 1921 wurde das ehemalige Gefangenenlager Auffangort für „Heimkehrer“ aus den abgetretenen deutschen Ostgebieten und Flüchtlinge aus Sowjetrussland.
1927-28 richtete man die Kapelle für die Einwohner der neu gegründeten „Heimkehrsiedlung“ wieder her. Seit 1928 trägt sie den Namen sie „Heilandskapelle“. 2001 gründeten engagierte Bürger der Heimkehrsiedlung den „Förderverein Heilandskapelle“.

Kirche Heilig Kreuz

Die katholische Gemeinde in Frankfurt (Oder) musste im 19. Jahrhundert lange um den Bau einer eigenen Kirche kämpfen. Erst nach einer Beschwerde beim Ministerium der öffentlichen Arbeiten wurde die Genehmigung erteilt.
Schließlich erfolgte 1897 die Grundsteinlegung, 1899 die Einsegnung (Architekt: Engelbert Seibertz). Es entstand ein dreijochiges Hallenlanghausmit einem Südwestturm im neogotischen Stil. Den Orgeleinbau 1901-02 (46 Register) leistete wieder die Frankfurter Firma Wilhelm Sauer. Die Kirche hat vier Glocken . Ab 1967 wurde der Kirchenraum wesentlich umgestaltet (Architekt: Artur Becker). Dabei entstand eine neue Farbverglasung mit dem Thema "Einbruch von Gottes Licht in die Welt". Interessant ist der Kreuzweg , der von einer Schülerin von Karl-Schmidt-Rottluff gestaltet wurde und die Hochhäuser von Frankfurt (Oder) thematisch aufgreift.

Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirchengemeinde

Das große Gemeindehaus wurde als kirchliches Zentrum für die von dem Architekten Martin Kießling errichtete Paulinenhof-Siedlung angelegt. Der zweigeschossige, fünfachsige Putzbau mit Walmdach und kleinem Glockenturm entstand 1927/28 (Architekt: Otto Peter). Im zweiten Stock befindet sich der Gemeindesaal für Gottesdienste mit einer Sauerorgel auf der Ostempore (1938).
Bemerkenswert sind die bunten Glasfenster im Gemeindesaal (Glasmalerei Carl Busch / Berlin, Halbfigurenportraits Schwedenkönig Gustav Adolf, Martin Luther, Paul Gerhard, Johann Sebastian Bach / Barmherziger Samariter) Die Innenausstattung aus dem Jahre 1928 ist gut erhalten. Das Abendmahlsgerät wurde 1928 von Kaiser Wilhelm II. gestiftet.

Kirche im Ortsteil Kliestow

Der rechteckige Feldsteinbau mit quadratischem Westturm und reich gegliederten Renaissancegiebeln im Frankfurter Ortsteil Kliestow ist weithin sichtbar. Der Baubeginn datiert vermutlich in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, der Turm aus dem 15. bzw. frühen 16. Jahrhundert, die Vollendung vermutlich im Jahr 1612. 1562 wurde die Vereinigung der Kirchengemeinde von Kliestow mit der Gemeinde St. Georg vollzogen, die Kirche gehörte fortan zu Frankfurter Diakonat. Im dreißigjährigen Krieg erlebte die Kirche 1631-1634 eine Verwüstung durch Schweden, Russen und Österreicher.
1715 erfolgte der Einbau der Orgel durch die Firma Carl Friedrich Baltzer, Frankfurt.
1759 wurde die Kirche durch Russen und Österreicher erneut verwüstet, daraufhin wieder hergerichtet.
Durch den 2. Weltkrieg verursachteKriegsschäden an Dach und Decke wurden 1949/50 behoben. 1955 folgte die Renovierung des Innenraumes. Die originale Farbgebung des Turmes wurde wieder hergestellt. In der Kirche befindet sich ein hölzerner Taufengel aus dem 18. Jahrhundert.

Kirche im Ortsteil Booßen

Das Gebäude blickt auf mehrere Bauphasen zurück: Der Anbau des Langhauses erfolgte vermutlich um 1370, der rechteckige Westturm entstand um 1500, die Sakristei wurde zu Beginn des 16. Jahrhundert angebaut.
Auch das Kircheninnere erlebte im Laufe der Jahrhunderte mehrere Umgestaltungen: 1671 erfolgte ein Umbau im Barockstil. 1870 wurden ein neogotischer Altar, eine Kanzel und Emporen eingefügt (1961/62 entfernt).
Im 18. und 19. Jahrhundert fand der Neubau von Glockengeschoss und Walmdach statt. 1844-1846 wurde eine Orgel mit zehn Registern eingebaut. Verantwortlich war vielleicht der Frankfurter Orgelbaumeister Carl Friedrich Baltzer.
Die einzige erhaltene Bronzeglocke stammt von 1901. Bis zum 1. Weltkrieg gab es drei Glocken.
Die vorerst letzte Renovierung der Kirche fand 1989 statt.

Kirche im Ortsteil Rosengarten

Die erste Kirche des Ortes wurde im dreißigjährigen Krieg zerstört. Die 1664 – 1666 errichtete Fachwerkkirche wurde 1903 abgerissen. Die jetzige Kirche ließ der Gutsherr und Kirchenpatron Rudolf Schulz errichten, die neobarocke, vielfach gegliederte Saalkirche (Architekt: Hofbaumeister Gustav Hauer) wurde 1903 geweiht.
Ebenfalls 1903 wurde eine Orgel mit sechs Registern durch die Frankfurter Orgelbaufirma Sauer errichtet, die heute noch im Originalzustand vorhanden ist, ebenso ist die ursprüngliche Innenausstattung noch vollständig vorhanden. Die drei Bronzeglocken sind von 1903 bzw. 1922, die Apsis-Fenster zeigen eine farbige Bleiverglasung.

Kirchenruine im Ortsteil Lichtenberg

Die schlichte Feldsteinkrche wurde vermutlich in der zweiten Hälfte 13. oder 1. Hälfte 14. Jahrhunderts errichtet, Ende 16. Jahrhundert entstand der quadratische Westturm, der 1697 einstürzte; 1699 wurde der Neubau geweiht. Die einzige erhaltene von ehemals drei Glocken steht in einem Glockenträger neben dem Turm. In den letzten Jahren wurde die Ruine gesichert; sie soll schrittweise instand gesetzt werden.
Erhaltene Einrichtungsgegenstände befinden sich zum Teil im Pfarrhaus: Teile des barocken Altaraufsatzes, die Schnitzfigur eines Engels, ein Alabaster-Relief aus dem 16. Jh., Teile der Kanzel von 1713 sowie ein Taufstein von 1883. Die Kirche wurde 1945 schwer beschädigt, konnte aber noch genutzt werden, bis einige Jahre später das Dach einstürzte.
2001 begannen die Dorfbewohner mit der Wiederherrichtung der Kirche. 2003 erhielt die Sakristei ein neues Dach. Auf dem Gelände finden heute Veranstaltungen statt, u.a. Freiluftgottesdienste und Benefizkonzerte.

Kirche im Ortsteil Hohenwalde

Der verputzte Rechteckbau mit Walmdach und Turm entstand 1607 wahrscheinlich auf den Grundmauern eines Vorgängerbaues, Bauherr war Ehrentreich von Röbel, der Hohenwalde 1588 erworben hatte. Das Kirchenschiff ist im Vergleich zum Turm ungewöhnlich breit und hoch.
1638 wurde die Kirche im dreißigjährigen Krieg beschädigt und sämtliche Kirchenbücher vernichtet.1683 wurde der Kirchturm wieder aufgebaut. Das gotisierende Maßwerk am Turmoberteil stammt von 1794.
Die Orgel wurde 1869 von der Firma Sauer eingebaut, dabei wurde die Inneneinrichtung umgestaltet. Der reich gestaltetet Altaraufsatz sowie der Kanzelkorb stammen aus der Entstehungszeit der Kirche. Kriegsschäden von 1945 wurden 1955-57 beseitigt.
1994-95 wurde er Kirchturm rekonstruiert und neu verputzt.

Kirchenruine im Ortsteil Lossow

Der kreuzförmige Backsteinbau mit quadratischem Turm wurde 1741-46 errichtet, Bauherr war Adolph Friedrich von Beerfelde (sein Wappen ist heute noch im Giebelfeld an der Nordseite zu sehen).
Nach einem Blitzeinschlag 1885 brannte der Turm vollständig aus, wurde jedoch wieder aufgebaut. 1913 musste die Kirche wegen Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt werden.
Nach der Zerstörung 1945 erhielt der Turm ein neues Dach, das ausgebrannte Kirchenschiff blieb Ruine, die Epitaphien der Herren von Beerfelde sind nicht mehr vorhanden. Die Kirche hatte ehemals zwei Glocken.
1995 konnte das Turmdach neu gedeckt sowie 2005 die Mauerkronen gesichert werden. Somit ist die Ruine zu besonderen Anlässen begehbar.

Kirche im Ortsteil Güldendorf

Die einschiffige frühgotische Hallenkirche aus der 2. Hälfte 13. Jahrhunderts steht auf dem Dorfanger inmitten des ehemaligen Kirchhofes, ein Vorgängerbau wird vermutet.
Nach einer Kriegszerstörung wurde die Kirche 1326 wieder aufgebaut. Der Turmanbau stammt aus dem 15. Jahrhundert, der Anbau einer Vorhalle vor das Nordportal vom Ende des 18. Jahrhundert, der Bau einer Sakristei an der Ostwand vom Anfang des 19. Jahrhundert, ebenfalls der Einbau von Emporen. Die Orgel ist eine Kopie der kleinen Silbermannorgel im Dom zu Bremen. Die originale Silbermannorgel wurde 1734 fertiggestellt. Die Orgelbauerwerkstatt Wegscheider aus Dresden baute zwei Kopien, eine davon mit 8 Registern und 350 Pfeifen ist in der Güldendorfer Kirche zu finden.
Zwei Glocken wurden 1919 als Ersatz für die im Krieg eingeschmolzenen Bronzeglocken eingebracht. Die Kirche überstand den 2. Weltkrieg unbeschadet, brannte jedoch im Juni 1945 durch Blitzschlag aus. Das gesamte Inventar wurde vernichtet. 1951-52 erhielt die Kirche ein neues Dach, der Turm 1957 ein Satteldach. 1991 wurde das Kircheninnere neu eingerichtet, u.a. kamen Kanzelaltar, Kanzelkorb und das Gestühl aus abgerissenen Kirchen aus Tagebaugebieten.

Sehenswert sind in Frankfurt (Oder) weiterhin:

  • die Kapelle auf dem Gelände des Wichernheimes in der Luisenstraße 21-24
  • die Kapelle auf dem Gelände des Lutherstiftes in der Heinrich-Hildebrand-Straße 22
  • das evangelische Gemeindezentrum im Frankfurter Stadtteil Neuberesinchen, das 1988-1990 nach Plänen des Architekten Paul Teichmann aus Lebus als moderner Klinkerbau mit einem Innenhof gebaut wurde.