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Infos zu Impfzentren und Corona-Infos im Web

Impfzentrum der Stadt Frankfurt (Oder) FAQs

Wie sind die aktuellen Öffnungszeiten im Impfzentrum?

Vom 30. August bis 18. September 2021 ist das Impfzentrum montags bis samstags jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Wo und wie erreichbar ist das Impfzentrum Frankfurt (Oder)?

Das Impfzentrum befindet sich in Halle 1 auf dem Messegelände, Messering 3. Wer mit dem PKW anreist, findet mit Sicherheit einen kostenfreien Parkplatz. Zudem ist das Messegelände erreichbar mit der Straßenbahnlinie 2. Wer näher an das Areal gefahren werden möchte, als die Position der Straßenbahnhaltestelle, nutzt eine der beiden Buslinien 980 und 987, die derzeit nah am Impfzentrum halten.

Welche Impfstoffe sind verfügbar und nach welcher Zeit findet die Zweitimpfung statt?

Für Erst- und folgende Zweitimpfungen wird ausschließlich der Impfstoff von Biontech verwendet. Lediglich in den Kalenderwochen 32 und 33 kommt der Impfstoff von Moderna für bereits jetzt terminierte Zweitimpfungen zum Einsatz. Moderna wird nach 28 Tagen zweitgeimpft, Biontech nach 21 Tagen.

Welche Termine stehen für Erstimpfungen und Zweitimpfungen im Impfzentrum zur Verfügung?

Kalenderwoche 35 bis 37: Zweitimpfungen mit Impfstoff von Biontech.

Ab dem 30. August 2021 können keine Erstimpfungen mehr durchgeführt werden, da Termine für Zweitimpfungen aufgrund der planmäßigen Schließung des Impfzentrums Ende September 2021 nicht mehr sichergestellt werden könnten.

Sind „Freies Impfen“ oder „Spontanimpfungen“ möglich?

In den Kalenderwochen 31-34 (2. bis 28. August) ist es möglich, das Impfzentrum zur Erstimpfung ohne vorher vereinbarten Termin aufzusuchen. Die Einhaltung eines Termins zur Zweitimpfung 21 Tage später, der dann vereinbart wird, sollte unbedingt gesichert sein. Die Terminvereinbarung zum Zweittermin erfolgt vor Verlassen des Impfzentrums im Ausgangsbereich.

Wer unangemeldet das Impfzentrum aufsucht, muss unter Umständen mit einer längeren Wartezeit und evtl. mit Abweisung rechnen. Ursachen können zum Beispiel eine zu große Nachfrage oder der Verbrauch der eingeplanten Impfstoffe am jeweiligen Tag sein. Die Planung an medizinischem Personal und Impfstoff richtet sich nach der erfahrungsgemäßen Nachfrage und wird gegebenenfalls nach und nach angepasst.

Wer die Sicherheit haben möchte, am gewählten Tag verbindlich eine Impfung zu erhalten, bucht den Impftermin wie gehabt über die Telefonnummer 116117 oder die Website www.impfterminservice.de. Alle Personen, die diesen Weg wählen, werden selbstverständlich prioritär behandelt. Bis zu 288 tägliche Impftermine sind so buchbar. Weitere 500 Impfungen können spontan erfolgen. Werden nicht alle Termine gebucht, stehen die ungenutzten ebenfalls für Spontanimpfungen zur Verfügung.

Welche Dokumente werden zum Termin im Impfzentrum benötigt?

Erstimpfung:

✓  ggf. Terminbestätigung 

✓  Impfpass (soweit vorhanden)

✓  Krankenversichertenkarte (soweit vorhanden, es erfolgt keine Abrechnung mit der Krankenkasse)

✓  Ausgefüllte Formulare: Aufklärungsmerkblatt, Anamnese & Einwilligungserklärung (passend zum Impfstoff)

Zweitimpfung:

✓  ggf. Terminbestätigung 

✓  Impfpass (soweit vorhanden)

✓  Krankenversichertenkarte (soweit vorhanden, es erfolgt keine Abrechnung mit der Krankenkasse)

✓  Ausgefülltes Formular: Vorbereitung Zweitimpfung (Bericht über Impfreaktionen nach Erstimpfung)

Zum Download der Formulare: https://brandenburg-impft.de/bb-impft/de/downloads/

Ist es gestattet, eine Begleitperson mitzubringen?

Begleitpersonen sind nicht erwünscht, aber auch nicht untersagt. Nur wenn dies aufgrund zum Beispiel körperlicher Einschränkungen notwendig erscheint, ist es zu empfehlen. Im Sinne des Infektionsschutzes ist es jedoch sinnvoll, dass sich zu jeder Zeit so wenig Personen wie möglich im Impfzentrum aufhalten.

Ist „Impftourismus“ möglich?

Wer seine erste Impfung andernorts bekommen hat, sollte in der Regel auch dort die zweite Impfung erhalten. Wer ausschließlich zur zweiten Impfung ins Impfzentrum Frankfurt (Oder) kommt, sollte zwingend den geringstmöglichen zugelassenen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung einhalten:

Die jeweils empfohlenen Impfabstände zur Grundimmunisierung gegen COVID-19
(Stand: 01.07.2021):

Impfstoff

Impfabstand

Empfohlene Altersgruppe

Comirnaty (BioNTech/ Pfizer)

3-6 Wochen

Ab 18 Jahre; 12-17 Jahre nach STIKO-Empfehlung

Spikevax (Moderna)

4-6 Wochen

Ab 18 Jahre

Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis überschritten sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden, ohne sie neu zu beginnen. Dies ist insbesondere für Personen wichtig, die ihre Erstimpfung nicht im lokalen Impfzentrum erhalten haben.

Werden Impfzertifikate für den Digitalen Impfpass ausgestellt?

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben werden ausschließlich Zertifikate für die im Impfzentrum Frankfurt (Oder) durchgeführte Impfungen ausgestellt. Insbesondere sogenannte „ImpftouristInnen“ lassen sich ihr Zertifikat daher in einer Apotheke erstellen.

Kann ich den Arzt wählen, der mich impft?

Im Impfzentrum Frankfurt (Oder) besteht diese Möglichkeit nicht.

Muss eine vorherige Erkrankung an COVID-19 vor einer Impfung durch einen Labortest nachgewiesen werden? Bestehen erhöhte Risiken für eine Impfung nach einer durchgemachten Erkrankung?

Die bisher vorliegenden Studienergebnisse geben insgesamt keine Hinweise darauf, dass die Impfung nach einer durchlebten SARS-CoV-2-Infektion problematisch beziehungsweise mit höheren Risiken für unerwünschte Ereignisse verbunden wäre, das gilt für Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung.

In den Zulassungsstudien der beiden mRNA-Impfstoffe waren auch TeilnehmerInnen eingeschlossen, die bereits im Vorfeld eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hatten. Die Impfung wurde statistisch von diesen Personen nicht schlechter vertragen als von primär seronegativen StudienteilnehmerInnen. Lokale und systemische Reaktionen nach den Impfungen waren teilweise sogar weniger stark ausgeprägt. Die Effektivität der Impfung ist nicht unterschiedlich, wenn bereits eine SARS-CoV-2-Infektion vorangegangen ist.

Vor diesem Hintergrund besteht keine Notwendigkeit, vor einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten, asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Was bedeutet es, dass die Impfung eine Wirksamkeit von 95% gegen COVID-19 hat?

Laut Herstellerangaben haben die Impfungen gegen COVID-19 eine Wirksamkeit von bis zu 95%. Studiendaten zeigen: Die statistische Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den COVID-19-geimpften TeilnehmerInnen um 95% geringer als bei den Placebo-geimpften. Kommt eine COVID-19-geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Wie lange hält die Immunisierung an, muss der Impfschutz gegen COVID-19 regelmäßig erneuert werden und - ­wenn ja - in welchen Abständen?

Zur Grundimmunisierung müssen die m-RNA Impfstoffe mindestens zweimal im Abstand von drei beziehungsweise vier Wochen injiziert werden. Das Immunsystem braucht diese Zeit, damit der Körper den Immunschutz aufbauen kann. Der bestmögliche Impfschutz beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis.

Die Dauer der Schutzwirkung ist derzeit noch nicht bekannt. In aktuell laufenden Untersuchungen werden noch genauere Erkenntnisse über die Dauer des Immunschutzes gewonnen. Damit einhergehend kann auch noch keine Aussage zum Zeitpunkt einer möglicherweise notwendig werdenden Auffrischungsimpfung (Booster) getroffen werden.

Mit welchen Nebenwirkungen ist nach einer Impfung zu rechnen?

Häufigste Nebenwirkungen sind zeitweise Schmerzen an der Einstichstelle sowie Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Die Schmerzen wurden bei StudienteilnehmerInnen, die älter als 55 Jahre waren, weniger häufig beobachtet (71 Prozent berichteten über Schmerzen nach der ersten, 66 Prozent nach der zweiten Dosis), als bei jüngeren TeilnehmerInnen.

Selten kommt es auch zu Fieber (Temperatur ≥38 °C). Nach der zweiten Dosis wurde das Auftreten von Fieber von 16 Prozent der jüngeren und von elf Prozent der älteren ProbandInnen berichtet.

Welche Langzeitwirkungen sind nach der Impfung zu erwarten bei den vorhandenen und angekündigten Impfstoffen?

Da noch keine Langzeitstudien vorliegen, sind Aussagen über Spätfolgen der Impfungen derzeit nicht möglich. Rückschlüsse, die sich aus vergangenen Impfprojekten ziehen lassen, deuten nicht auf unerwünschte Langzeitfolgen hin. Impfungen werden bereits seit dem Jahr 1798 international angewendet, um Erkrankungen oder schwere Verläufe von Erkrankungen zu verhindern. Seither sind ernsthafte, anhaltende Nebenwirkungen immer innerhalb von vier Wochen nach der Impfung aufgetreten, dies gilt auch für die oft zitierten Fälle der Narkolepsie nach Verabreichung der Schweinegrippe-Vakzine im Jahr 2009. Das Auftreten schwerer unerwünschter Wirkungen nach einer Zeit von vier Wochen wurde nach wissenschaftlichen Kriterien noch nie beobachtet.

Ist es möglich, trotz Impfung zu erkranken?

Keine Impfung vermag ausnahmslos alle Geimpften zu schützen, ebenso wie kein Medikament bei sämtlichen PatientInnen wirkt. Allerdings senken Impfungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich.

Des Weiteren kann eine nicht rechtzeitig durchgeführte Auffrischungsimpfung oder ein noch unvollständig aufgebauter Immunschutz die Impfung weniger effektiv werden lassen. Gut vergleichen lässt sich das am Beispiel der klassischen Kinder-Schutzimpfungen, die zunächst mehrfach nach einem zeitlich geregelten Schema wiederholt werden, bevor mit einer zuverlässigen und dauerhaften Schutzwirkung zu rechnen ist.

Ebenso gibt es Impfungen, die lediglich besonders schwere Er­kran­kungs­ver­läufe verhindern sollen.

Ist es ausgeschlossen durch die Impfung an COVID-19 zu erkanken?

Ja, die zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 können die Erkrankung nicht selber auslösen und auch andere Personen nicht erkranken lassen.

Nur sehr wenige Impfstoffe enthalten abgeschwächte, noch lebende Erreger. Diese können tatsächlich krankheitsähnliche Symptome hervorrufen – eine voll ausgeprägte Erkrankung entwickelt sich aber praktisch nie. Bekanntestes Beispiel sind die "Impfmasern".

Können die Impfstoffe menschliche Gene beeinflussen/manipulieren?

Einige Corona-Impfstoffe sind genbasiert. Sie arbeiten mit mRNA. Die Sorge, dass der Impfstoff damit das menschliche Erbgut langfristig ändert, ist unbegründet. Die mRNA dringt nicht in den Zellkern ein und ist zudem nach zwei Tagen vollständig abgebaut.

Wird der Impfstoff mit -70°C in den Körper gespritzt?

Nein. Der Impfstoff wird zwar teilweise bei circa -70°C aufbewahrt. Kurz vor der Impfung wird er aber aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, auf die Endkonzentration verdünnt.

Hat die Coronaschutzimpfung Einfluss auf die Fruchtbarkeit?

Das Gerücht, die Impfung mache unfruchtbar, basiert auf der Annahme, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2 dem Syncitin-1, ein Protein, das für die Plazentabildung wichtig ist, ähnele und somit die Impfung eine Immunreaktion gegen die Plazentabildung auslösen würde. Hierfür gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

Viele renommierte WissenschaftlerInnen haben sich hierzu geäußert und betont, dass diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren. Das Spike-Protein und das Plazentaprotein sind so unterschiedlich, dass eine fälschliche Reaktion (Kreuzreaktion) im Grunde unmöglich ist. Die Gemeinsamkeit von nur vier Aminosäuren ist zu kurz, um plausibel eine Autoimmunität auszulösen. Hierfür werden etwa 50 bis 80 Aminosäuren benötigt. Zudem müssten dann Frauen, die sich im letzten Jahr mit SARS-CoV-2 infiziert haben, unfruchtbar sein und es müsste eine hohe Fehlgeburtsrate nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus bestehen. Beides ist nicht der Fall.

Wo können Nebenwirkungen gemeldet werden, auch nach später Festgestellung?

Nebenwirkungen sind direkt an die hausärztliche Praxis oder in der Apotheke zu melden. Es ist wichtig, darüber mit dem Hausarzt/der Hausärztin im Austausch zu bleiben. Für die Bewertung der Nebenwirkungen (im Fachjargon „Unerwünschte Wirkungen“, UAW genannt), eine mögliche Diagnose und Folgebehandlung sind diese weiterhin die AnsprechpartnerInnen, auch wenn nicht sie die Impfung durchgeführt haben.

Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen und es wird so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche unerwünschte Wirkung handelt. Oft ist es nur ein Verdacht, der sich nicht bestätigt. Es ist möglich, Nebenwirkungen zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de zu melden. Auch die hausärztliche Praxis wird auftretende unerwünschte Wirkungen an die vorgesehenen Stellen melden, das ist Pflicht.

Aus welchen medizinischen Gründen, bei welchen Erkrankungen kann eine Coronaschutzimpfung auf keinen Fall durchgeführt werden?

Bei vorbekannten Allergien oder bekannten Unverträglichkeiten auf Inhaltsstoffe (z.B. Polyethylenglykol = PEG) sollte ein alternativer Impfstoff eingesetzt werden.

Eine allergische Reaktion auf die erste Dosis des SARS-CoV-2-Impfstoffs stellt eine Kontraindikation für die Verabreichung der zweiten Dosis dar.

Bei schweren allergischen Reaktionen (allergischer Schock, Herz-Kreislauf- und/ oder Atemstillstand) in der persönlichen Vorgeschichte sind ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine längere Nachbeobachtung nach der Impfung unbedingt nötig.

Die Impfung sollte bei Personen mit akuter fieberhafter Erkrankung oder schwerer Einschränkung des Allgemeinzustandes verschoben werden. Das Vorliegen einer geringfügigen Infektion und/oder leicht erhöhter Körpertemperatur sollte die Impfung nicht verzögern.

Wird nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch gesichert, sollte die zweite Dosis auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Ist die Einnahme der Anti-Baby-Pille ein Grund, die Impfung nicht zu bekommen?

Nein, die Einnahme der Antibaby-Pille ist kein Hinderungsgrund für den Erhalt der Impfung gegen SARS-CoV-2.

Was ist über Wechselwirkungen des Impfstoffs mit Psychopharmaka bekannt?

Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und den aktuell in Deutschland zugelassenen Impfstoffen sind nicht bekannt und grundsätzlich durch die unterschiedlichen Wirkmechanismen eher unwahrscheinlich.

Wie sollten Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Personen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, derzeit die Verabreichung einer einzelnen Impfstoffdosis. Im Detail gelten folgende Empfehlungen:

Personen mit gesicherter symptomatischer SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt die STIKO eine Impfstoffdosis nachdem die Erkrankung überstanden ist. In Anbetracht der Unbedenklichkeit einer Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis bereits ab vier Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich.

Bei Personen mit gesicherter asymptomatischer SARS-Cov-2-Infektion kann die empfohlene einmalige Impfung bereits ab vier Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

Personen, die bereits einmal gegen COVID-19 geimpft wurden und bei denen nach dieser Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durch direkten Erregernachweis gesichert wurde, sollen die zweite Impfung in der Regel sechs Monate nach Ende der COVID‑19‑Symptome beziehungsweise der Diagnose erhalten. Die Gabe einer Impfstoffdosis ist auch hier bereits ab vier Wochen nach dem Ende der Symptome möglich.

Warum reicht nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Impfstoffdosis aus?

Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter COVID-19-Erkrankung ist eine Dosis ausreichend, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine zweite Impfstoffdosis nicht sinnvoll weiter gesteigert werden. Ob und wann zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite COVID-19-Impfung notwendig ist, steht gegenwärtig nicht mit Gewissheit fest.

Bei Personen mit eingeschränkter Immunfunktion sollte im Einzelfall entschieden werden, ob eine Impfstoffdosis ausreicht oder eine vollständige Impfserie verabreicht werden sollte. Dies hängt maßgeblich von Art und Ausprägung der Immundefizienz ab und muss im Einzelfall durch den behandelnden Arzt geklärt werden.

Auch wenn mehr als sechs Monate seit der Diagnosestellung vergangen sind, reicht eine Impfstoffdosis zur vollständigen Grundimmunisierung aus.

Für die Impfung von Personen mit früherer Infektion können alle zugelassenen COVID-19-Impfstoffe entsprechend den Empfehlungen der STIKO verwendet werden.

Wie kann eine vorherige Infektion nachgewiesen werden?

Der Nachweis einer SARS-CoV-2-Erkrankung kann durch die körperliche Untersuchung durch den Arzt zusammen mit dem direkten Erregernachweis mittels PCR gesichert werden. Die spezifischen SARS-CoV-2-Antikörpernachweise, die in einem akkreditierten und/oder nach RiLiBÄK qualitätsgesichert arbeitenden Labor erfolgen, sind mittlerweile so zuverlässig, dass sie prinzipiell geeignet sind, einen Zustand nach SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen.

Unbeschadet dieser Tatsache kann die formale Definition einer gesicherten Infektion derzeit nicht ohne Weiteres geändert werden, da dies aufgrund der momentanen Rechtslage zu Nachteilen bei bestimmten Personengruppen hinsichtlich ihres Status als Genesene oder vollständig Geimpfte führen würde (siehe COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) vom 8. Mai 2021).

Kann man bei Einnahme von Blutverdünnern (zum Beispiel sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS oder Clopidogrel, Vitamin-K-Antagonisten, die neueren oralen Antikoagulantien, auch NOAK genannt, oder Heparin) impfen?

Die Impfstoffe sollen ausschließlich intramuskulär verabreicht werden. Dies ist auch bei Einnahme von blutverdünnenden Arzneimitteln in der üblichen prophylaktischen beziehungsweise therapeutischen Dosierung möglich. Es sollte mit einer sehr feinen Injektionsnadel und anschließendem festen Druckverband oder durch andere geeignete Mittel zur Kompression der Einstichstelle über mehrere Minuten erfolgen.

Was ist vor der Impfung gegen COVID-19 in Bezug auf andere Impfungen zu beachten?

Zu anderen planbaren Impfungen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden, Notfallimpfungen sind davon ausgenommen.

Kann geimpft werden, wer unter Immunsuppression leidet?

Immunsupprimierte Personen waren (bis auf stabile HIV-PatientInnen) nicht Bestandteil bisheriger Studien. Trotzdem wird von allen ExpertInnen die Impfung für Immunsupprimierte empfohlen, da diese Personen ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe haben. Es ist möglich, dass ihre Immunantwort unter dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt. Die Impfung wird dennoch dringend empfohlen, da anderenfalls eine Erkrankung ohne Impfschutz droht, der auch bei dieser Grunderkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen schwere Verläufe schützt.

Auch die Deutsche Transplantationsgesellschaft hat darauf aufmerksam gemacht, dass gerade transplantierte PatientInnen geimpft werden sollten. Ebenso hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie erklärt, dass PatientInnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auch unter immunsuppressiver Therapie geimpft werden sollten.

Kann geimpft werden, wer an Diabetes erkrankt ist?

Für DiabetikerInnen gibt es derzeit keine Einschränkungen. Unter den Testpersonen zum Beispiel bei BioNTech waren laut der Studienprotokolle fast 1.600 Diabetikerinnen und Diabettiker allein in der Gruppe, die den Impfstoff erhielt. Da Diabetes zu einem schweren Krankheitsverlauf führen kann, sollten sich Erkrankte schnell impfen lassen.

Wie umgehen mit Angst vor Impfschäden?

Viele, zu viele Menschen sind derzeit zurückhaltend und wollen sich entweder überhaupt nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt impfen lassen. Hauptgründe, die vorgebracht werden, sind Ängste vor Nebenwirkungen und Langzeitschäden.

Angst vor Impfungen ist nicht ungewöhnlich. Seit Urzeiten haben Menschen Angst vor allem Unbekannten, da Neues ja auch gefährlich sein könnte. Dass Menschen sich allerdings nicht nur von ihren Ängsten vor Neuem und Unbekanntem lenken lassen, hat in der Menschheitsgeschichte zu Fortschritt geführt – auch in der Medizin. Heute ist es möglich, auf einen großen Erfahrungsschatz aus der Wissenschaft zurückzugreifen und festzustellen, dass Impfen Leben rettet und nicht mit großem Risiko behaftet ist.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe nur der Zugang zu sauberem Trinkwasser im vergangenen Jahrhundert einen größeren Einfluss auf die Eindämmung von Infektionskrankheiten gehabt als das Impfen.

Angst vor Impfschäden ist also durchaus verständlich, aber der falsche Ratgeber. Es hilft, sich über seriöse Quellen zu informieren und sich mit geimpften Personen im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis zu beraten.

Ist es möglich, zwischen Impfstoffen zu wählen?

Nein, eine freie Wahl zwischen den Impfstoffen besteht nicht. Wegen der Impfstoffknappheit beinhaltet der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nach der Coronavirus-Impfverordnung weiterhin nicht das Recht, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers zu wählen.

Was kostet die Impfung?

Die Impfung in den Impfzentren oder durch mobile Impfteams ist für die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland kostenlos – unabhängig vom Versicherungsstatus.

Wer haftet für Impfschäden?

Bei einem Impfschaden kommt zunächst die Krankenkasse oder die private Krankenversicherung für die Behandlungskosten auf. Außerdem gibt es Geldleistungen für einen Verdienstausfall. Im weiteren Verlauf können gegebenenfalls weitere Versicherungen einspringen. Das Besondere bei einer Staatshaftung: Ein Zusammenhang des Schadens mit der Impfung ist nicht eindeutig zu beweisen, um einen Anspruch glaubhaft zu machen. Es muss nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit geben, dass die Impfung zu dem Schaden geführt hat.

Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in § 60 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Für gesundheitliche Schäden im Zusammenhang mit einer COVID-19 Impfung wird auch dann auf der Grundlage von § 60 IfSG eine staatliche Entschädigung geleistet, wenn diese nicht öffentlich von einer Landesbehörde empfohlen worden ist - also in der Regel auch, wenn die Impfung nicht von der STIKO empfohlen ist. Dies umfasst zum Beispiel die Einzelfallentscheidung bei der Impfung von Schwangeren oder Jugendlichen ohne Indikationsimpfempfehlung zwischen zwölf und 17 Jahren.

Unabhängig von einem etwaigen Anspruch auf Entschädigung nach § 60 IfSG haftet die impfende Person – wie auch sonst in derartigen Fällen – für Schäden, die zum Beispiel im Zusammenhang mit Applikationsfehlern bei der Impfung (falsche Dosierung, falscher Applikationsort etc.) eintreten.

Wo sind die jeweils aktuellen STIKO-Empfehlungen zu finden?

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) basieren immer auf den besten derzeit verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Neues Wissen wird fortlaufend generiert und bewertet mit einer entsprechenden Anpassung der Empfehlungen als Folge. Die aktualisierten STIKO-Empfehlungen werden mit ihrer wissenschaftlichen Begründung immer im Epidemiologischen Bulletin des RKI auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht.

Links zu weiteren FAQs

Land Brandenburg: https://brandenburg-impft.de/bb-impft/de/fragen-und-antworten/

Robert Koch Institut (RKI): https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Link zu den Impfzentren im Land Brandenburg: https://www.impfterminservice.de/impftermine

Aktuelle Informationen zu Impfzentren - Häufige Fragen

Informationen vom Land Brandenburg: Häufig gestellte Fragen - Covid-19-Impfungen in Brandenburg

Informationen KVBB:

Dokument anzeigen: FAQ Thema Impfzentren
PDF, 646 kB

Aktuelle Informationen finden Sie auf den folgenden Webseiten

Aktuelle Verordnungen siehe hier